Regenbogenflagge am Polizeipräsidium
Kritik an Berliner Polizeipräsident
Nachdem der Berliner Polizeipräsident 29 Beamte einbestellte, weil sie intern schwulenfeindliche E-Mails verschickt haben, wird er von der Deutschen Polizeigewerkschaft kritisiert.
Der Berliner Landesvorsitzende Platzgraf sagte, dass die Polizisten andere Sorgen hätten, als über den Regenbogen zu sprechen. Zur Hissung der Regenbogenfahne am Berliner Polizeipräsidium hatten mehrere Dutzend
Beamte abfällige Mails über Homosexuelle untereinander verschickt. Die Polizisten könnten zudem nicht verstehen, dass Deutschlandwimpel zur EM oder WM an den Fahrzeugen nicht erlauben seien.
Michael Kauch, schwuler Bundestagsabgeordneter der FDP
Jetzt hat sich auch die Politik eingeschaltet. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Michael Kauch hält es für richtig, dass der Polizeipräsident die betreffenden Beamten zum Gespräch bittet. „Wenn der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft meint, das sei derzeit nicht vorrangige Aufgabe, dann verkennt er, dass man gerade von der Polizei eine Vorbildfunktion erwarten muss. Homosexuelle Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass sie ohne Diskriminierung durch Polizisten gleich behandelt werden. Das gilt auch für homosexuelle Kollegen dieser Beamten“, so Kauch.
Unterdessen sagte Platzgraf, dass er die Gespräche zwar grundsätzlich begrüße, man solle jedoch die Kirche im Dorf lassen, zumal der Polizeipräsident selbst die Ursache für die E-Mails gelegt habe. Dem widerspricht Kauch. „Die Ursache ist vielmehr die latente Schwulenfeindlichkeit, die durch solche Äußerungen eines führenden Interessenvertreters von Polizisten erneut zum Ausdruck kommt“, so der Politiker.
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