Interne E-Mails
Homophobie bei Berliner Polizei
Beamte der Berliner Polizei haben anlässlich der Hissung der Regenbogenfahne zum CSD am Polizeipräsidium intern E-Mails mit homophoben Inhalten verschickt.
Polizeipräsident Glietsch hat bereits begonnen, die betreffenden 29 Beamten zu Einzelgesprächen zu laden. Dabei gehe es ihm allerdings nicht um Sanktionen. Vielmehr wolle er mit den Beamten über Diskriminierung von Schwulen und homophobe Gewalt sprechen, so Glietsch gegenüber der „taz“.
Die Regenbogenfahne als ein internationales schwul-lesbisches Symbol.
So fragten einige Polizisten, die zur
Fahnenhissung eingeladen wurden, ob die Polizei nichts besseres zu tun habe, als hierfür Personal anzufordern. Es gab allerdings laut „taz“ auch heftige Ausdrücke. Ein Beamter soll demnach in Großbuchstaben „Pfui“ geschrieben haben. Andere schlugen vor, dass sich „alle Kollegen im Besitz von goldfarbenen Tangas oder rosa Zipfelmützen“ beim Hissen der Fahne in der ersten Reihe aufstellen sollten.
Glietsch betont, dass Disziplinarmassnahmen nichts bringen würden. Er will versuchen, die Einstellung seiner Beamten gegenüber Homosexuellen in Gesprächen zu ändern.
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