Fast tot geprügelt

Hetero-Vater Opfer schwulenfeindlicher Gewalt

Eine Gruppe Homo-Hasser treibt sich in diesem Park nachts herum, um cruisende Schwule zu überfallen. In der Nacht zum 12. Juli fuhr das Opfer mit zwei Freunden durch den Park auf seinem Fahrrad heim, nachdem sie gemeinsam ein Lokal besucht hatten. Weil der 41-Jährige sich mit seinem Fahrrad zu weit von den anderen beiden entfernt hatte, sei er stehen geblieben, um auf sie zu warten, teilt das Lokaler LinkBerliner schwule Überfalltelefon von MANEO mit.

Symbolfoto. Foto: photocase
Symbolfoto. Foto: photocase

Im nächsten Moment sei er von einer Gruppe von sechs bis acht Jugendlichen umringt worden, die ihn vom Fahrrad zerrten und brutal auf ihn einschlugen. Ein Zeuge, der zuvor andere Pöbeleien beobachtet und die Polizei verständigt habe, hat bestätigt, dass er immer wieder dumpfe Schläge aus einem Gebüsch gehört habe. Er habe durch die Büsche gebrüllt: „Ihr feigen Wichser!“ und „Die Polizei ist verständigt!“ Die Jugendlichen haben dann die Flucht ergriffen und noch „Schwule Säue“ zurück gebrüllt.

Das Opfer habe auf Grund der schweren Gesichtsverletzungen ein Krankenhaus aufgesucht. Dort habe man einen doppelten Kieferbruch sowie schwere Verletzungen an der Lunge, an der Niere sowie Prellungen am übrigen Körper festgestellt. Gegenüber MANEO erklärte der Geschädigte, dass die Täter ihn tot geschlagen hätten, wenn die Zeugen nicht eingegriffen hätten.

Ein Zeuge erklärte sich frustriert darüber, dass er zwar die Polizei verständigt habe, diese jedoch viel zu lange auf sich warten ließ. Als dann die Polizei ihn auf seinem Handy zurückrief, weil diese den Weg nicht finden konnte, haben er und die anderen „aufgegeben“. Der Geschädigte berichtete am 18. Juli gegenüber MANEO, dass sich nach seiner ersten kurzen Anzeigenaufnahme die Polizei für diesen Fall noch nicht weiter interessiert habe. MANEO will ihn jetzt unterstützen und dabei helfen, die Kommunikation mit der Polizei zu verbessern, so Bastian Finke, MANEO-Projektleiter.

Es sei davon auszugehen, dass die Jugendlichen auch schon zuvor im Friedrichshain gegen schwule Cruiser vorgegangen sind. MANEO bittet deshalb Zeugen, die weitere Angaben über Beobachtungen in der Tatnacht oder auch über die Tätergruppe machen können, sich beim Überfalltelefon unter der Telefonnummer 030/2163336 zu melden.

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