Gewalt nimmt zu
Homophober Angriff erschüttert Berliner Szene
In Berlin ist es am Wochenende zu einem homophoben Angriff gekommen.
Symbolfoto
Sieben weibliche Gäste eines Drag-King-Contests wurden nach der Party von mehreren Männern aus drei vorbei fahrenden Autos mit homophoben Sprüchen bepöbelt. Dann stiegen die Männer aus ihren Fahrzeugen und rissen die Frauen zu Boden, traten auf sie ein und sind anschließend geflüchtet. Ein Opfer wurde mit starken Blutungen aus dem linken Ohr ins Krankenhaus eingeliefert.
In jüngster Zeit ist es in Berlin immer wieder zu homophoben Angriffen gekommen. Bei einer Veranstaltung mit überwiegend schwulen und lesbischen Türken sei es zu ähnlichen Angriffen gekommen, heißt es in Medienberichten. Hierzu würden die Täter meistens in Seitenstraßen auf die Gäste der Party einschlagen. Um Stärke und Selbstbewusstsein zu zeigen, hat es am Montagabend eine Demo im Berliner Bezirk Kreuzberg gegeben.
Erst vor ein paar Tagen hatte Berlins regierender
Bürgermeister Klaus Wowereit die Arbeit des schwulen Anti-Gewalt-Projekts MANEO gelobt. Dieses ist oft erste Anlaufstelle für homosexuelle Gewaltopfer. Dennoch wird
MANEO aber nicht mit ausreichend Finanzmitteln ausgestattet.
PRIDE1aktuell – stündlich einfach besser informiert
Schreibe den ersten Leserkommentar zu diesem Artikel
Zu diesem Artikel hat noch niemand einen Leserkommentar geschrieben. Um selbst einen Kommentar zu schreiben, musst du eingeloggt sein.
