CSD Berlin
Gedenken an homosexuelle NS-Opfer
Im Vorfeld des CSD Berlin am 28. Juni findet eine Gedenkfeier am neuen Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen statt.
Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas führen im Vorfeld der Demonstration zum
Christopher Street Day am 28. Juni in Berlin eine Gedenkfeier am neuen Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen durch.
Bei der Veranstaltung werden unter anderem Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, Petra Rosenberg, Vorsitzende des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, LSVD-Bundesvorstand Günter Dworek und Alexander Zinn, Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg sprechen. Auch Rudolf Brazda, der wegen Homosexualität im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert war, wird an der Gedenkfeier teilnehmen.
Bernd Neumann, Wolfgang Thierse, Klaus Wowereit bei der Eröffnung des Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am 27. Mai 2008 in Berlin-Tiergarten. Foto: Wikipedia
Bei der Einweihung des Denkmals am 27. Mai 2008 war man noch allgemein davon ausgegangen, dass es keinen lebenden Zeitzeugen mehr gibt, der aufgrund seiner Homosexualität in einem Konzentrationslager inhaftiert war. Aufgrund der Berichterstattung in den Medien hatte sich dann jedoch Rudolf Brazda beim Lesben- und Schwulenverband gemeldet. Brazda wird nun auf Einladung des LSVD zu der Gedenkfeier nach Berlin kommen.
Terminhinweis
Gedenkfeier für die homosexuellen NS-Opfer unter anderem mit Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse, 28. Juni 2008, 11 Uhr am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Ebertstraße auf Höhe der Hannah-Arendt-Straße, Berlin-Tiergarten.
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