Spanien
Homosexuelle Polizisten tagten in Barcelona
Etwa einhundertfünfzig homosexuelle Polizisten sind der Einladung in das spanische Barcelona gefolgt und tagten zur Situation Schwuler und Lesben in Europa.
Geladen hatte die Regierung Kataloniens zusammen mit der örtlichen Polizei und der Organisation „GAYLESPOL“, das sind die Schwulen und Lesben in der Polizei Spaniens. Die deutschen schwul-lesbischen Polizisten sind durch den Bundessprecher des Verbandes lesbischer und schwuler Polizisten (VelsPol), Thomas Ulmer, vertreten werden worden.
Ein besonderer Schwerpunkt der Tagung lag in der
Akzeptanz von Lesben und Schwulen bei der Polizei. Hierbei wurde insbesondere auf die Einführung und Verwirklichung des Diversity Management eingegangen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die steigende Zahl von Hassverbrechen gegen Lesben und Schwule in Europa. Thomas Ulmer berichtete über die
zweite MANEO-Studie, in der ein deutliches Nord- Süd-Gefälle in der Anzeigebereitschaft zu erkennen ist. So werden in Baden- Württemberg und Bayern nur circa acht Prozent der Straftaten zum Nachteil von Lesben und Schwulen bei der Polizei angezeigt. In diesem Zusammenhang wurden erfolgreiche Projekte aus Schweden, Großbritannien und den Niederlanden vorgestellt.
„Der Kongress zeigte einmal wieder, dass Deutschland in Bezug auf die Umsetzung von Rechten für Lesben und Schwule in der Gesellschaft und insbesondere der Polizei noch einen weiten Weg vor sich hat. In Bezug auf die Unterstützung von Programmen gegen Hate-Crimes belegt Deutschland nur einen Platz im unteren Feld des europäischen Rankings“, erklärt Ulmer.
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