Anglikanischer Erzbischof lädt zu Geheim-Abendmahl mit Schwulen und Lesben
Das geistliche Oberhaupt der anglikanischen Weltgemeinschaft, Erzbischof Rowan Williams will ein geheimes Abendmahl mit schwulen und lesbischen Geistlichen feiern.
Zu dem Treffen am 29. November in der Londoner St. Petrus-Kirche sind homosexuelle Pfarrerinnen und Pfarrer mit ihren Partnern eingeladen. Das berichtet das christliche Nachrichtenportal „idea“ unter Berufung auf einen Artikel in der Londoner „Times“. Die Namen seien nur dem Erzbischof bekannt. Das Treffen habe sowohl bei homofreundlichen Kirchengruppen wie bei theologisch konservativen Unverständnis und Ablehnung hervorgerufen. Pfarrer Richard Kirker, Sprecher der Bewegung lesbischer und schwuler Christen, sagte, das Treffen im Verborgenen sei nicht gut. Williams habe sich schließlich auch offen mit Gegnern der Homo-Bewegung getroffen. Der Generalsekretär der evangelikalen Kirchen-Gesellschaft, Pfarrer David Phillips, meinte, die Geheimnistuerei suggeriere, dass man etwas zu verbergen habe. Der Erzbischof hätte das Treffen möglicherweise damit rechtfertigen können, dass er auf alle Stimmen hören wolle. Aber durch die geplante Feier mache er deutlich, dass es ihm um mehr gehe. Chris Sugden von der evangelikalen Gruppe „Anglikanischer Hauptstrom“ bezeichnete es als verständlich, dass der Erzbischof seine Unterstützung für Menschen zeigen wolle, die mit ihrer homosexuellen Orientierung ringen. Es sei aber problematisch, das im Zusammenhang mit dem Heiligen Abendmahl zu tun. Ein Sprecher des Erzbischofs erklärte, es sei völlig normal, dass der Kirchenführer Gruppen Pastoralbesuche abstatte, die im Mittelpunkt aktueller Kirchendebatten stünden. Wenige dieser Treffen würden der Öffentlichkeit bekannt.
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