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19.08.08 21:18 Kai Tillmann

Gleichbehandlung

Gericht verbietet Ärzten Diskriminierung Homosexueller

Das Oberste Gericht des US-Bundesstaates Kalifornien hat entschieden, dass Ärzte ihre homosexuellen Patienten nicht weiter aus religiösen Gründen benachteiligen dürfen.

Im vorliegenden Fall hatten zwei Ärzte die Behandlung einer Lesbe verweigert, die eine Fruchtbarkeitsbehandlung durchführen lassen wollte. Es widerspreche ihrer religiösen Überzeugung, dass Homosexuelle Kinder haben, so die Ärzte. Mit diesem Urteil wies das Gericht eine Entscheidung einer niedrigeren Instanz zurück. Dort hatten die beiden Ärzte noch Recht bekommen. Die Religionsfreiheit rechtfertige keine Diskriminierung, so die Begründung der obersten Richter. Die Frau, die geklagt hatte, zeigte sich nach der Urteilsverkündung überglücklich. „Es ist falsch und schockierend, wenn Ärzte aufgrund religiöser Gefühle gegen Gesetze verstoßen und Menschen diskriminieren dürfen. Das ist nicht nur ein Sieg für mich und andere lesbische Frauen, sondern für alle Bürger“, so die dreifache Mutter in US-Medien.

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