Eine große Angst, das eigene Kind könnte durch hinterhältige Onkels sexuell missbraucht werden, bildet die Grundlage für dieses Vorurteil.
Demgegenüber muss eindeutig festgehalten werden: homosexuelle Männer interessieren sich nicht für Kinder, ihre Zuneigung gilt den geschlechtsreifen Jugendlichen oder Männern. Das ist vollkommen dasselbe wie bei heterosexuellen Männern. In beiden Bereichen, also bei Hetero- wie bei Homosexuellen, gibt es allerdings auch Personen, die sexuelle Kontakte mit Kindern suchen. Sie werden als Pädophile bezeichnet.
Untersuchungen zeigen, dass sexuelle Beziehungen zwischen Männern und Mädchen neunmal häufiger vorkommen als solche zwischen Männern und Jungen. Angesichts der größeren Verbreitung heterosexueller Bedürfnisse finde ich das durchaus erklärlich.
Das Vorurteil von der angeblichen Verführung kleiner Jungs durch Homosexuelle entpuppt sich bei näherem Hinsehen als ein Zweck-Argument. Man braucht handfeste Gründe um Homosexuelle schlecht machen zu können und erfindet welche. Nicht anders war es, als in früheren Zeiten Homosexuelle für alles mögliche verantwortlich gemacht wurden: für die Pest, für Hungersnöte und Umweltkatastrophen.
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