Die Forschungen des Kinsey-Instituts haben ein für allemal mit der irrigen Meinung aufgeräumt, es gäbe bei Jugendlichen eine solche Phase, die jeder durchmache.
Da die sexuelle Orientierung längst vor der Pubertät feststeht (ungefähr ab dem 6. Lebensjahr, nämlich dann, wenn man das Erinnerungsvermögen bekommt), unterscheidet sich diese Zeit bei späteren homosexuellen und späteren heterosexuellen Jugendlichen deutlich. Bei Heterosexuellen beschränken sich die pubertären homosexuellen Erlebnisse auf sexuelle Spiele, meist verbunden mit dem sehnlichen Wunsch dasselbe mal mit einem andersgeschlechtlichen Partner machen zu können. Bei Homosexuellen fielen den Forschern in erster Linie die gleichgeschlechtlichen Gefühle auf, die manchmal mit sexuellen Beziehungen verknüpft waren, aber nicht sein mussten.
Die sogenannte homosexuelle Phase ist der Rettungsanker, an den sich Eltern klammern. Aber spätestens in dem Moment, in dem sich Jugendliche selbst darüber im Klaren sind, dass sie homosexuell sind, wird die Hoffnung auf eine Phase, die endet, zum brüchigen Strohhalm.
| Die Heterogesellschaft im Dauer Scheibenkleister | 24.04.2009 |
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