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Ausgetretenlatte
07.11.2010 00:03

3x geändert, zuletzt am
07.11.2010 01:09

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Warum gibt es so viele  die sich nicht Outen?

Ist es Angst vor Diskriminierung?

Oder ist es die Angst davor, den hohen Anforderungen der schwulen Szene nicht gerecht zu werden?

Wie hoch sind denn eure Ansprüche, was erwartet Ihr von denen die Ihr kennen lernen wollt?

Ich würde mich freuen mehr darüber zu erfahren, was für Ansprüche ihr habt ?

Kann dieses Thema etwas dazu Beitragen denen, den es so geht die Angst vor dem Outen zu nehmen??

lg.latte
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OfflineBlackDragon
07.11.2010 08:37

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hallöchen

Sorry aber als ich das gelesen hatte musste ich doch schmunzeln. Ich glaube nicht das es wirklich um ansprüche geht. Denn jeder hat andere anforderungen an den gegenüber.

Warum man sich nicht outet ist meist der fall wenn man verheiratet ist und die ehefrau nichdavon erfahren soll, oder man hat angst vor der reaktion der Familie und freunde. Denn es gibt fälle da wurden Schwule die sich geoutet von der eigenen familie verstoßen weil diese nicht damit klar kommen. Aber ich denke in der heutigen welt sollten besonders freunde so aufgeklärt sein das sie einem so akzeptieren wie man ist. Bei der eigenen Familie ist das noch etwas anders.

lieben gruß
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Ausgetretenlatte
07.11.2010 22:05

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Gerade in der heutigen Zeit ist eine wirkliche Gleichberechtigung aller sexueller Orientierungen ein schöner Traum,auf die Mensch sicherlich noch recht lange warten muss.Da es in Deutschland seit 1870/71 den §175, der "Widernatürlichen Unzucht" zwischen erwachsenen Männern, wenn "Beischläfliche Handlungen" nachgewiesen werden konnte, unter Strafe stellte.Der §175 existierte in der BRD noch bis zur Wiedervereinigung im Jahr 1990 und wurde dann 1994 erst aus dem Gesetzbuch gestrichen.

Sich zu verlieben ist eigentlich eine wunderschöne Sache, wenn da nicht auch noch Herzklopfen, Bauchschmerzen und andere heftige Gefühle wären. All das kann zu einer ziemlichen Belastung werden. Noch viel belastender kann es sein, wenn die aufsteigenden Gefühle nicht gezeigt werden dürfen, aus Angst vor Diskriminierung deshalb ausgestoßen oder angegriffen zu werden. Die Witze und Sprüche sind bekannt: "schwule Sau" oder "blöde Lesbe".


Mal werden die Sprüche aus spass gerissen, mal ziemlich bedrohlich. Und, dass da was nicht stimmen soll,das sitzt dann im Hinterkopf und macht uns Angst. Bloß nicht entdeckt werden! Bloß nicht die wirklichen Gefühle zeigen! Lieber so sein, wie alle anderen! Und wenn es dann durch einen Zufall doch raus- kommt oder man die Gefühle nicht mehr aushalten kann? Oft ist man selbst nicht in der Lage, zu erklären, was mit einem geschieht. Und dann geraten lesbische und schwule Menschen auch noch ziemlich oft darüber in Auseinandersetzungen mit der eigenen Familie, mit Freunden, mit Menschen, die sie gar nicht kennen.Und dann sind da noch die hohen Anvorderungen der Schwulen Szene die auch seinen Teil dazu beitragen.

Der Druck kann so hoch werden das Menschen zu Drogen greifen weil sie nicht mit den Problem vertig werden.
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Ausgetretenlatte
07.11.2010 22:27

2x geändert, zuletzt am
07.11.2010 23:01

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naja...was soll man(n) sagen?

wenn man solche memos bekommt:

was soll ich im Forum sagen ? lach2

na jut dann kann ich ja wieder gehen.......Oder??
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Offlinelambdascan (27)
08.11.2010 07:16

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Kurzes Statement auch von mir:
- Unter Jugendlichen wird das Wort "schwul" immer mehr zum Schimpfwort. Z.B. der Ausspruch "Boah, Alder, was gibts denn heute für schwules Essen in der Mensa hier, ey!" Das ist eine Entwicklung, die mir überhaupt nicht gefällt. Interessanterweise denken viele darüber nicht nach, wenn sie solche Sprüche loslassen und mich mich dann oute, um deren "Fettnäpfchen" perfekt zu machen. Aber ich hatte da auch schon ganz andere Auseinandersetzungen ...
- Angst vor Diskriminierung trifft vllt. nicht auf alle zu; unter den Jugendlichen würde ich eher "Angst vor Stigmatisierung" sagen, insbesondere in den "konservativen Studiumsfächern". Und in der Schule sollte man in der Klasse, mit der man tagtäglich den halben bis dreiviertel Werktag verbringt, einen guten Stand und viel Selbstbewusstsein haben, damit ein Outing möglichst wenige negative Folgen haben wird.
- Was Anforderungen sowohl an die Szene als auch an den Mann/die Frau des Lebens betrifft, glaub ich, ist das eine sehr individuelle Angelegenheit. Je nach Erfahrungen, die man machen musste oder eben nicht gemacht hat sind die Anforderungen vermutlicherweise unterschiedlich stark.
- Angst vor dem Outing sollte man mit Selbstbewusstsein entgegen treten. Dabei können Communities helfen, wie z.B. online (GA u.a.) oder Gruppen (Referate) an der Uni usw.
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OfflineWhity
12.11.2010 22:18

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in der heutigenZeit hat man es doch viel einfacher sich zu outen.
Eine Portion gesundes Selbstbewusstsein kann einen  nur helfen. Das Selbstwertgefühl ist nicht außer Acht zu lassen.

Ich habe mich relativ Spät geoutet und habe keinen Tag bereut.
Wer mich von der Seite anmacht, dem trete ich mit Worten entgegen. Kein Mensch ist Fehlerfrei.

Jeder sollte das Recht haben und es sich auch nehmen so zu Leben wie er möchte.
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Offlinelambdascan (27)
14.11.2010 15:27

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Mag sein, dass es im Durchschnitt heute einfacher ist sich zu outen, einfach ist es in einigen Fällen aber ganz und garnicht (Migrationshintergrund, homophobe Klasse, homophob eingestellte Eltern, homophobe Religion, Charaktereigenschaften, sonstige Beziehungen zur Klasse …). Und woher soll der Impuls bei nicht wenigen Menschen kommen, die für ein Outing leider nicht das ausreichende Selbstbewusstsein haben? Drum schließ ich mich der Aussage an, dass das Selbstwertgefühl ein wesentliches Tool bei dieser Angelegenheit ist.

Ich habe zwar nach meinem Outing auch Ablehnungen erfahren müssen, aber zum Glück haben diese mich nicht aus der Bahn geworfen bzw. mein Leben hat sich jetzt nicht um 180° gedreht. Leider kenne ich einige Beispiele, wo es so war und wo solche Betroffene es eben doch bereuen, sich geoutet zu haben. Denen konnte man nur die „Reset-Taste“ empfehlen (Job o. Studium in einem neuen sozialen Umfeld, Selbsthilfegruppen, …).

Es ist also bei weitem noch nicht alles „Friede Freude, Eierkuchen“, das sollte man nicht vergessen…
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Offlinethomasdo1 (53)
20.06.2011 15:15

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dem kann ich nur voll und ganz zustimmen Smile
als ich mich als jugentlicher geoutet habe habe ich mir eigentlich keine gedanken darum gemacht was andere darüber denken auf jedenfall nicht bei der familie und der verwandschaft, es war mir egal, da gab es auch keine negativen erfahrungen
wo ich dann etwas vorsichtiger war war außerhalb der familie, arbeitgeber u.s.w. irgentwann wußten sie es dann nur der eine oder andere nicht wo ich es nicht für angebracht hielt
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Offlinelambdascan (27)
21.06.2011 15:02

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Ich denke, damit fährst du ne gute Strategie ...

Und ich find es auch gut, dass sich auch immer mehr koordinierter Widerstand gegen Homophobie formiert, ob es um die Homo-Ehe vs. steuerliche Benachteiligung oder Adoptionsrecht geht, um den BKÄ, der Homosexualität in Deutschland heilen will, um den Papstbesuch im September, bei dem mit der Aktion "Der Papst kommt" gegen die diskrimierende Haltung gegenüber Frauen, Homosexuellen und Transsexuellen protestiert wird etc. etc.
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Onlinealleine58
05.10.2011 21:54

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Nun möchte ich als einer der Senioren in diesem Forum auch bissel was dazu sagen.

Outing - hab ich irgendwie gar nicht gehabt. Auf grund meiner beruflichen Tätigkeit in der Filmbranche ist das alles irgendwie gleitend ineinander übergeflossen, Als ich mit meinem vorigem verstorbenen Freund zusammenzog, war das eigentlich nie ein Thema. Wir wurden von anfang an so akzeptiert. Bei Feiern und Festen war es gang und gäbe dass mein damaliger Lebensgefährte überall dabei.

Nun bin ich inzwischen wieder glücklich verliebt, wie unschwer aus meiner CC zu ersehen ist. Auch da bekomme ich von vielen Seiten positive Zusprüche.
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Offlinelambdascan (27)
10.10.2011 09:31

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Ok, da macht vllt. nicht jeder solche positiven Erfahrungen. Aber ich vermute mal, man muss erst solch positive Resonanz bekommen, um auch mehr zu sich slebst zu stehen. Wenn das Umfeld nicht mitspielt, ist man doch eher dazu geneigt, sich zurück zu ziehen. Denn leider kann man nicht überall in Deutschland nach der Devise leben: "Ich bin schwul, und das ist gut so."

Ich denke mir persönlich aber auch: Wer mich fragen möchte, wie ich orientiert bin, dem gegenüber habe ich auch keine Hemmungen zu antworten. Aber ich drängle mich damit nicht auf. Als die "normalste" Sache der Welt betrachtet erntet man wahrscheinlich am wenigsten Ablehnung (außer der oder die andere ist von Vorurteilen geprägt).
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Offlinethomasdo1 (53)
22.10.2011 21:51

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auch ich habe eigentlich nie einen hehl aus meiner neigung gemacht, gut reklame laufen tue ich damit nicht streite es aber auch nicht ab wenn ich darauf angesprochen werde.
es gibt aber auch heute noch ewig gesterige wo man unter umständen dann auch noch schwierigkeiten bekommen kann.
ich hatte bissher das glück desswegen nie schwierigkeiten zu haben.
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Onlinealleine58
22.10.2011 22:19

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Ich muss Lambda und thomasdo zustimmen.
Ich bin auch nicht damit hausieren gegangen. Sehr wohl habe ich, wenn darauf angesprochen, auch offen gesagt.
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Offlinethomasdo1 (53)
24.01.2012 12:18

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@alleine58
danke für die zustimmung sehr nett von dir Smile
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Offlinegowilly
24.01.2012 13:18

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Ich hab erstmal rund 30 Jahre gebraucht, um mich gegenüber mir selbst zu '"outen" !!
§ 175 gibt´s zwar nicht mehr(?), aber ich denk mal, das Gay/Bi sein heute trotzdem nicht immer akzeptiert wird. Ich hab mich außerhalb von Gay Comunities nur ~ 10 Freunden(3 Heteros) gegenüber geoutet. Wenn ich mich oute, dann nur bei denen, wo ich das Gefühl habe, das sie damit "vernünftig" um gehen können und es akzeptieren. Damit bin ich bis jetzt eigentlich gut gefahren. Das hat bei mir nix mit mangelndem Selbstbewußtsein zutun !!!

Ich denk mal, das auch heute im 21. Jhrd. generell mit manchen Themen, die nicht der "gesellschaflichen Norm" entsprechen, Probleme geben kann - ARBEIT, FREUNDE, FAMILIE , .... !
Das muß jeder für sich selbst klar machen, in wie weit man sich durch outen Problem/Konflikten aussetzen will oder nicht !?!?
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Offlinethomasdo1 (53)
24.01.2012 13:51

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ich habe mich schon sehr früh geoutet mit 17 jahren es war mir damals voll kommen egal was andere leute darüber dann dachten es hat mich überhaupt nicht interessiert. wem es nicht passte der brauchte ja nicht mit mir zu reden oder mich anzu sehen und im grunde genommen denke ich heute noch genauso.
es ist mein leben ich bin so und das finde ich gut und möchte auch so leben
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Offline¤Mickey_Blue_Eyes¤
24.01.2012 13:55

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Und wie haben die Menschen reagiert? Ist ja schon ein paar Tage her? Sollte in den Wilden 70ern gewesen sein?
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Offlinethomasdo1 (53)
24.01.2012 14:00

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ja das ist richtig war in den 70ger, es gab keine probleme bei meinen elten nicht und auch nicht bei anderen verwanten und bekannten. es wurde meiner mutter schon gesagt von einer tante von mir bevor ich es meiner mutter gesagt habe.
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OfflineDirkie
25.01.2012 14:17

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Das Ourten könnte immer noch zum Nachteil führen
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Offlinethomasdo1 (53)
25.01.2012 15:43

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ja kann es muß es aber nicht und sonst fällt dir nichts ein
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OfflineUnlivedMemories
18.02.2012 16:02

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Viel Angst und das Wissen darum, von der Familie und den Freunden, dem Bekanntenkreis verstoßen zu werden. Heraussondiert zu haben, dass man eventuell mit Repressalien zu rechnen hat, ggf. Prügel, Mordversuche durch die dann ehemaligen Freunde, je nachdem, in welchen Umfeldern man groß wird, auch als Verräter, Lügner, Perversling oder lebens-unwertes Stück Dreck betrachtet zu werden. Auch gründe der Nichtakzeptanz des religiös frömmigen Umfelds.

Für mich habe ich schon als Kind mit viel Vorsicht und genauem Zuhören heraussondiert, dass meine Umgebung Schwulen gegenüber faschistisch bis katechistisch-frömmig ablehnend gegenüber stand. Parallel zum Selbst-Bewusstwerden der Andersartigkeit "schwul" lernte ich, diese Eigenschaft am besten ganz zu unterdrücken, mögliche Indikatoren zu verstecken, Gefühle und Träume, Wünsche zu verbergen. Hätte ich das nicht getan, hätten mich Dorfbewohner, Klassenmitgänger aber mit Sicherheit nahe Verwandte krankenhausreif oder totgeschlagen. In ihrer Vorstellung waren Schwule als abartig, geistesgestört, lebensunwert oder pervers, sündhaft und gotteslästerlich angesehen. Ich musste mir wegen anderer "Unarten" der Person oft genug anhören, dass man mich hätte vergasen sollen, eine Abtreibung von Gott hier verziehen worden wäre oder Ähnliches. Mit diesem Wissen als bekannte Realität  wurde ich groß, zum Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

An Outing oder ähnliches war nicht zu denken. Aus dem Ausland -- ich bin ausgewandert, zuerst nach Nordamerika, versuchte ich eine vorsichtige Annäherung an das Thema mit einem Brief an meine Mutter. Keine direkten Hinweise, sie verstand es auch nicht, reagierte aber auch nicht sonderlich.
Jahre später kam bei einem Verwandtentreffen die Fragerei auf, wann ich denn heiraten würde und wer meine Freundin so sei, wann ich mal ein Mädchen anbringe usw. Die Fragerei ging mir auf die Nerven, ich war da 27 rum, nicht geouted,
Irgendwie sagte ich wohl, es würde nie ne Freundin geben, sondern bestenfalls mal einen Freund, und die verstummten allesamt und starrten mich an, als käme ich vom Mars. Da konnte man direkt spüren, dass die Zimmertemperatur um 10 Grad runter ging, sozusagen.

Von da an hatte ich keine Verwandtschaft mehr, und war froh, da nochmals heil rauszukommen. Den damaligen Bekannten habe ich nie ein Wort davon erzählt. Mal aus Angst und mal aus einem Gefühl ähnlich schlechtem Gewissen darüber, was sie davon halten würden, dass ich es nie früher erzählt hatte.

Wieder Jahre später, das war so die Zeit wo ich meinen Süßen kennen lernte, hatte ich's in einer größeren Stadt nochmal mit Outing versucht. Da war das so ne Art Cafè wo eine Gruppe sich traf, alle viel jünger als ich, ich war der alte Dackel. Da war ich einige Male, und irgend jemand musste mich da reingehen sehen haben. Jedenfalls wurde ich homophob angegriffen und  geschlagen, dazu bedroht, dass man mich erschießen würde. Das war das letzte Mal, dass ich ein Outing versuchte.

Danach habe ich mir gesagt, es ist ne Sache der Privatsphäre, warum sollte das überhaupt andere angehen?  Meinen Freund und sonst... erzählen mir meine Kumpel, was die mit ihren PartnerInnen so halten?  Nee, es ist Privatsphäre. Die muss man nicht in die Welt tragen. So leben wir ganz gut, zurückgezogen auf dem Land. Unsere Nachbarn wissen nichts davon. Wir wissen nicht, ob sie heimliche Gerüchte schüren, aber wenn es so wäre?
Zusammen sind wir dem gefeit, wir haben das Boot, wenn's uns nicht mehr geheuer wäre, zuhause zu leben, machen wir los und segeln weiter!

Um frei leben zu können benötige ich kein Outing. Wenn mein Freund über sich was erzählen will ist das seine Entscheidung, ich bitte ihn nicht darum, es geheim zu halten, aber vertraue drauf, dass er's nicht überall rumposaunen muss, um selbst glücklich damit zu sein.
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Offlinethomasdo1 (53)
18.02.2012 19:00

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ja das ist schon scheiße was du da so erlebt hast aber ein paar ewig gesterige gibt es leider immer nur bei dir scheint das ja zu hauf der fall gewesen zu sein.
dann bleibt einen eigentlich nur eine möglichkeit, sich von solchen leuten ab zu wenden. ich weiß es ist leichter gesagt als getan, vor allem wenn es die eigene familie ist. aber solche ansichten und äußerungen das ist ja wohl das letzte
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OfflineUnlivedMemories
18.02.2012 19:35

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Danke für Deinen Beistand@Thomas. Tja, das ist halt der Unterschied wohl, zwischen Hinterwäldler-Kleingemeinde und der Großstadt mit ihrer Anonymität und wo alles schön tolerant sei. Idioten gibt es leider überall, aber auf dem Land konzentrieren sie sich halt.

Habe mich davon längst entfernt und wohne heute mit meinem Capitano zusammen, ca.18080 km vom Elternhaus entfernt! Müsste langen Zwinker
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Offlinethomasdo1 (53)
18.02.2012 20:22

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@UnlivedMemories
ist aber bestimmt auch nicht in allen kleinen orten so, natürlich ist es in einer großstadt normalerweise einfacher, und ich denke mal als du aufgewachsen bist das war so in den 50 ger - 60 ger jahren
da was sowas auch noch was anderes als heute.
und deine angegebene km zahl, die entfernung reicht sag ich mal
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AusgetretenAlterHase
03.03.2012 20:28

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hi,
es ist vielleicht nicht in allen kleinen orten so aber in vielen. mir hat es gut getan diesen ort zu verlassen,das einzige was noch daran erinnert ist die erkrankte seele.
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Offlinethomasdo1 (53)
03.03.2012 20:40

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darüber hinweg zu kommen ist dann oft schwer, das kann ich mir gut vorstellen. und die zeit heilt viele wunden auch an der seele
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AusgetretenAlterHase
03.03.2012 21:05

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Eine EMDR Behandlung hilft mir dabei das erlebte zu bewältigen.

Alles wird gutZwinker
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Onlineklaus43
03.03.2012 21:20

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Es ist doch bewundernswert und interessant zugleich,eine Person sofort zu erkennen auch wenn sie hier unter verschiedenen Pseudonymen agiert!!!!!!!!!
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Offlinethomasdo1 (53)
03.03.2012 21:21

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entschuldige bitte die frage was heißt EMDR
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Onlinealleine58
03.03.2012 21:22

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Geb den Begriff einfach mal zum googeln ein. Gibts jede Menge Infos dazu.