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Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
dimo
16.09.2006 11:37
1x geändert, zuletzt am 16.09.2006 11:55
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Islamkritik
Der Papst als neues Feindbild
Benedikt XVI. stellt das Konzept von Gewalt im Glauben infrage und löst damit einen Sturm der Empörung bei fundamentalistischen Muslimen aus.
Am 12. September hielt Papst Benedikt XVI. an der Universität Regensburg eine Rede, die zu einem definierenden Augenblick seines Pontifikats werden könnte. Er, der zum Thema Islam bislang vor allem geschwiegen hatte, erhob den Islam zum Kern seinerVorlesung. Die Folge ist seit drei Tagen ein Sturm der Empörung in der muslimischen Welt...
www.welt.de/data/2006/09/16/1038071.html
Ausgabe von heute
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Oberster Papst-Kritiker aus der Türkei gibt zu:
"Habe Papst-Rede nicht ganz gelesen"
Der Chef des staatlichen Religionsamtes in der Türkei, Ali Bardakoglu, hat zugegeben, die umstrittene Rede von Papst Benedikt XVI. nicht vollständig gelesen zu haben. Seine scharfe Kritik am Papst habe er auf der Basis von Pressemeldungen über die Äußerungen von Benedikt formuliert, sagte Bardakoglu der Zeitung "Hürriyet". Nun werde er sich den vollständigen Text aus dem Deutschen übersetzen lassen.
www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5912912,00.html
Fragen:
a.
Muss sich eurer Meinung nach der Papst, wie mehrfach gefordert, entschuldigen, wenn ja, wofür?
b.
Ist damit zu rechnen, dass über kurz oder lang die islamische Welt
eine echte Bedrohung für das Christentum wird?
Viel Spass beim
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
DasUrboese
16.09.2006 12:38
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Nun, ich kann sein Zitat verstehen, finde die Wort nzw Zitatwahl allerdings nicht sehr gut.
Als Feindbild denke ich ist der Papst schlecht, wer weiß wie lange man sich den noch als solches halten kann
Nur muss ich dazu noch sagen das wenn die islamische Welt nach toleranz schreit auch welche austeilen sollte.
Das verbrennen von Papstpuppen erinnert mich eher an urzeitlische Primaten.
Zu dem Satz der so für Protest sorgt kann ich nur sagen:
Guckt euch doch an was nun bei den Moslems, den Friedensbringern passiert, Gewalt, Aggression, Untoleranz, ist das das Manifest auf dem sich das Gegenteil beweisen lässt?
Ich denke nicht!
Den Sozialismus in seinem lauf, hält weder Ochs noch Esel auf!
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
CHAOS
16.09.2006 13:34
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Papst Benedikt hat die Muslime bereits als Freunde bezeichnet. Ich denke nicht, dass es gerecht wäre ihm Islamophobie zu unterstellen. Leider kenne auch ich nicht die vollständige Rede, sondern auch nur die Sätze, die in den Medien rumgeistern. Im Gesamtkontext der Rede erschliesst sich sicher auch, dass damit keine Kritik an der Religion des Islam geübt werden soll, sondern an deren Pervertierung, also den Fundamentalisten, die mit Gewalt und Hass auf Andersdenkende reagieren.
Die Methode nur einzelne Auszüge aus der Rede zu veröffentlichen kennt man schon von den Mohammedkarikaturen und dahinter stehen radikale Scharfmacher, die von antiwestlichen Tendenzen profitieren. Dass die Methode Erfolg hat sieht man an der Reaktion des Chefs des staatlichen Religionsamtes der Türkei, der seine Kritik nun vorübergehend zurückstellen muss (gleiches hört man ja aber auch ständig von bayrischen Politikern, die ohne umfassende Kenntnis der Sachlage hanebüchene Erklärungen verfassen).
Ob die islamische Welt eine Bedrohung für das Christentum wird? An diesem Satz stört mich schon der Begriff "islamische Welt", weil die islamische Welt kulturell so vielfältig ist wie die christliche Welt und es ebenso extreme Unterschiede zwischen radikalen und säkularen Muslimen gibt. Demografiebedingt wird die Bedeutung des Islams in Europa aber in den folgenden Jahrzehnten enorm wachsen und dass erfordert eine angemessene Antwort von uns Europäern, egal ob Christen oder Atheisten.
Meiner Meinung nach täten wir gut daran dem Islam nicht feindselig zu begegnen und strikt zwischen normal Gläubigen und Fundamentalisten zu unterscheiden. Weiterhin sollten wir aufgeklärte muslimische Gemeinden unterstützen, wozu auch eine theologische Ausbildung von Imamen auf Grundlage eines modernen Verständnisses des Koran gehört, am besten in Europa. Nur ein selbstbewusster moderner Islam kann genug Selbstbewusstsein entwickeln um sich klar von Terroristen und Hasspredigern zu distanzieren. Einen immer stärker werdenden Islam, der von uns künstlich niedrig gehalten wird und nicht anerkannt wird, ist gefährlich für den Religionsfrieden in Europa.
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
Der_Heiko
16.09.2006 14:51
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@ CHAOS
Papst und Islam
Die umstrittene Ansprache im Wortlaut:
www.welt.de/data/2006/09/15/1037643.html
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Zur Frage a.
Wie aus der Presse mittlerweile zu entnehmen war, handelte es sich bei seiner Ansprache mehr oder weniger um einen wissenschaftlichen Vortrag.
Der Papst hätte sich, wenn überhaupt, allenfalls dafür zu entschuldigen, dass sein Vortrag nicht "allgemein" verständlich war,
was dann möglicherweise auch das Gegenteil bewirken könnte, nämlich dass plötzlich diejenigen, die sich so künstlich aufregen, sich plötzlich als "kleine Lichter" abgestempelt fühlen; somit wieder ein Grund, auf die Barrikaden zu gehen.
Zur Frage b:
Von einer pauschalen Bedrohung des Christentums würde ich nicht sprechen; die eigentliche Gefahr geht ausschliesslich von den "Islamisten" aus, die sich mit negativer Auslegung des Korans die Grundlage für Hasspredigen und Terror schaffen...weltweit.
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
guylord (62)
16.09.2006 20:25
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…denn sie wissen nicht, was sie tun ist ein Bibelzitat, mit dem Jesus seine Peiniger vor Gott entschuldigt.
Nach den vielen Katastrophen, Erdbeben,Tzunamis usw.sollte sich die
islamische Welt lieber die Frage beantworten, ob Ihr Gott Sie verlassen hat, als sich mit einem der intelligentesten Menschen unseres Jahrhunderts herum zu streiten !Das ist finsteres Mittelalter.
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
dimo
16.09.2006 21:00
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Papst bedauert Missverständnisse nach Islam-Äußerung
Rom (dpa) - Nach heftigen Protesten in der muslimischen Welt hat Papst Benedikt XVI. Missverständnisse über seine Äußerungen zum Thema Islam und Gewalt bedauert. Benedikt «bedauert es lebhaft, dass einige Passagen seiner Rede wie eine Verletzung der Gefühle der muslimischen Gläubigen geklungen haben könnten», sagte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone am Samstag in Rom.
Diese Passagen seien «so interpretiert worden, wie es nicht der Absicht» des Papstes entspreche. Zugleich betont die Erklärung die Wertschätzung des Papstes gegenüber dem Islam und sein Eintreten für einen Dialog zwischen den Religionen.
www.welt.de / NewsTicker von heute, 15:01 Uhr
Glaubt ihr, dass die muslemisch Gläubigen sich mit dieser Erklärung zufrieden geben werden
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
DasUrboese
17.09.2006 00:30
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Nein, werden sie nicht aber das ist auch unerheblich, denn ihre führer werden den hass solange schüren bis die primitive horden des ostens uns überrollen.
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
der_fee
17.09.2006 08:32
1x geändert, zuletzt am 17.09.2006 08:34
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du solltest echt mal auf deine wortwahl achten, primitive horden des ostens ist vielleicht ein "wenig" vergriffen im ton... zu mal der westen keinen deut besser ist... du musst nur wissen, wie du mit welchem "gott" umgehen musst und du bekommst ähnliche reaktionen... der westen ist nämlich nicht zivilisierter, er hat lediglich mehr geld, mehr unabhängigkeit von gott und dadurch andere gründe, weshalb er explodieren könnte...
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
DasUrboese
17.09.2006 14:54
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Nun, es liegt wohl in der Natur des Europäers sich etwas harsch zu solchen dingen zu äussern.
Verzeihung!
Allerdings sind Menschen die Freiwillig auf Technik und Weiterentwicklung sowie Menschenrechte verzichten und alles Glauben was ein Iman ihnen sagt für mein denken äusserst Primitiv.
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
CHAOS
17.09.2006 15:00
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metalfee, was erwartest du denn noch von dem? Wir konnten lesen wessen Geistes Kind er ist und seine Wortwahl ist nur konsequent in seinem Sinne.
Zu den Reaktionen der Muslime:
An der Unterschiedlichkeit der Reaktionen sieht man durchaus, dass der Islam keine homogene Organisation ist. Ali Bardakoglu zum Beispiel zeigt sich über das Bedauern Benedikts erfreut. Die türkische Regierung selbst hält die Wortwahl des Papstes zwar für unglücklich, aber lehnt eine Ausladung ab.
Radikale Organisationen dagegen fordern jedoch eine viel weitergehende Entschuldigung und ganz extreme gefährden das Leben von Christen (eine Nonne wurde schon erschossen; ein Zusammenhang mit dem "Papst-Streit" ist nicht ausgeschlossen). Diese stellen ein Problem dar, da sie sich gegenüber dem interreligiösen Dialog verschliessen und sie bewusst unrealistische Forderungen stellen. Somit kann der Westen (in diesem Fall speziell das katholische Christentum) fast nur verlieren. Entweder wir erniedrigen uns selbst und bieten Anlass für neue unrealistische Forderungen oder wir reagieren überzogen und verstören auch gemäßigte und ausgeklärte Muslime. Leider erbringen auch viele Christen und westliche Nichtchristen nicht das Vermögen auf um zu differenzieren (was aber nicht die Gewalttaten radikaler Muslime entschuldigt), weswegen ich Angst habe, dass sich der Konflikt hochschaukelt. Gelassenheit tut beiden Seiten gut und reden würde oftmals mehr helfen als sich künstlich aufzuregen.
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
DasUrboese
17.09.2006 16:12
1x geändert, zuletzt am 17.09.2006 16:21
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metalfee, was erwartest du denn noch von dem? Wir konnten lesen wessen Geistes Kind er ist und seine Wortwahl ist nur konsequent in seinem Sinne.
Das ist impertinent und äusserst pauschal, gut so, du scheinst dich ja auh zu einem Kind meines Geistes zu entwickeln, willkommen auf meinem Neveau!!!
Zum eigentlichen Thema bin ich deiner Meinung Chaos, aber ich denke auch das es früher oder später einfach eskalieren wird.
Auf Grund der Tatsache das es immernoch Soldaten aus dem Westen in Afganistan und dem Irak giebt und es eventuelle zu einer Intervention im Iran kommen könnte, sowie der Tatsache das auch im gebiet Libanon/Palestina/ Israel ein aufkommen von west.Millitär geben wird ist es nur normal das die Fundamentalisten ihre Gruppen weiter aufhetzen, jede kleinigkeit wird in den nächsten Jahren von Hass zerfressenen Radikalen aufgepuscht werden und somit ein sehr großer fast unüberwindlicher Konflikt entstehen.
Man muss immer bedenken das die meisten anhänger solcher Gruppen aus armen und ungebildeten verhältnissen kommen und dies ist in der Welt des Islams leider ein sehr großer Anteil.
Man sollte nach einer lösung suchen die niemandem schadet und einen solchen Konflik frühzeitig unmöglich macht.
Ich denke das Muslime die aufgeklärt sind hier eine große Hilfe leisten könnten, man sollte sich nur endlich einig darüber sein wie!
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
Prince_Charming
17.09.2006 18:06
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Schon König Herodes sagte zu Zeiten Cäsar Claudius:
"Orient und Oczident gehören nicht zusammen!"
Nun, bei dem was türkische Politiker und islamische Führer von sich gegeben haben nach dem die Pressemeldungen durch die Welt geisterten war auch nicht grade ein Beispiel für Inteligenz und Niveau.
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
guylord (62)
17.09.2006 20:15
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Er hat sich doch entschuldigt !
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
DasUrboese
17.09.2006 20:16
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und es interessiert nur 2 oder 3 vereinigungen, sonst keine sau!
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Re: Der Papst als neues Feindbild? +Fragen
guylord (62)
17.09.2006 20:23
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Er wollte ihnen doch nur die Hand reichen zu einem friedlichen Dialog.
Dabei wurde Er leider missverstanden. Selbst hohe Imams wussten
Sein Zitat nicht zu schätzen weil Sie es nicht genau gelesen hatten !
Doch der Pöbel machte gleich "Rabatz " Nun hat Er sich für etwas entschuldigt wozu es normalerweise keine Entschuldigung braucht. Für
Die ist doch jeder Christ ein "Feindbild "
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